Das Warten auf die Jury

Juryvotes kommen nach wie vor nur zögerlich

Noch immer müssen wir auf die offizielle Veröffentlichung der Jury-Votes und des reinen Zusehervotings durch die die EBU warten.
Im letzten Jahr waren die Ergebnisse zwar nicht öffentlich von der EBU – dies erfolgte etwas später – aber doch inoffiziell bereits kurz nach der Finalshow des ESC vollkommen bekannt und aufgelistet.
Doch dieses Jahr zieren sich die einzelnen Länder stark ihre getrennten Jury- und Zuseherabstimmungen zu veröffentlichen.
Nun gibt es auch dazu Gerüchte, welche die Verzögerung erklären sollen und kein gutes Licht auf die erst 2009 eingeführten Juryvotes werfen, so sie am Ende der Wahrheit entsprechen sollten.

Diese Gerüchte besagen, dass keines der Länder der Top-5 – Deutschland, Türkei, Rumänien, Dänemark und Azerbaidjan – auch in den Top-5 der Jurywertung landete. Dass das Juryvotings, anders als im letzten Jahr, wo Alexander Rybak auch bei der Jury vorne lag, also völlig konträr zum Zuschauervoting ausgefallen ist.
Sollte dies offiziell werden, ist es nur weiteres Wasser auf die Mühlen der Jurygegner, die diese ohnehin schon als Eingriff in die Entscheidungshoheit des zusehenden Publikums ablehnen.
In der Tat wäre eine solch abweichende Entscheidung der Jury ein wenig skandalös.

Viele Stimmen standen der Jury, trotz der Mischung mit dem Publikumsvoting, skeptisch gegenüber.
Aber als bloßes Korrektiv für das Publikumsvoting, welches Extreme, wie Nachbarschaftsvoting und politische Punkteschieberei ausgleichen sollte, war sie akzeptabel.
Wenn sie aber nun komplett entgegengesetzt zum Willen des Publikums entschieden haben sollte – nach wie vor sind es nur Gerüchte! – wird das nur die Rufe nach ihrer Abschaffung wieder fördern.

Wie es mit dem Abstimmungsprozedere weitergeht wird also immer unsicherer und spannender, da Frankreich ja bereits – aus Gründen der Manipulation und Absprachen von Jurymitgliedern – die Abschaffung der Jury und die Rückkehr zum reinen Zuseherentscheid fordern will und dies auf der nächsten Sitzung des ESC-Komitees wohl auch tun wird.

Wie immer bleibt uns aber nur eins zu tun: Abwarten, bis die EBU sich doch noch bequemt uns nicht länger im Dunkeln zu lassen 😉

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~ von escgermany - 15. Juni 2010.

Eine Antwort to “Das Warten auf die Jury”

  1. Im letzten Jahr hat das doch genauso lange gedauert, bis die EBU die Einzelergebnisse veröffentlicht hat. Vielleicht sollte man eifach erst einmal abwarten, was dabei heraus kommt.
    Ich frage mich nämlich, wenn beide 50% Stimmanteil hatten, wie dann ein Beitrag der ersten 5 auf 12 Punkte kommen konnte. Vielleicht rechne ich aber falsch. Deswegen warte ich noch ab, bevor ich irgendwen anschuldige. Denn im letzten Jahr war es doch so, dass die Jury einiges ins rechte Maß zurück gebracht hat. Und wenn das dieses Mal nicht der Fall war, sollte man das auch akzeptieren. Jedes Bewertungssystem ist doch gleich Fair oder Unfair. Solange jeder, so oft er will, anrufen darf, aber nur im Glücksfall durchkommt, ( wie in den letzten Jahren) ist das doch auch nicht gerecht, oder?
    Wir sollten einfach akzeptieren, dass viele verschiedene Menschen über noch mehr verschiedene Geschmäcker verfügen. Das ist doch das, was den Contest ausmacht: sich ärgern, sich freuen, etwas gut oder schlecht finden dürfen, warum darf das dann eine Fachjury nicht auch? Ok. vielleicht könnte man die Jurys zur Anonymitätbis Ende des Contests anhalten, und vielleicht auch die Anzahl der Juroren aufstocken, aber generell sie abzulehenen ist kontaproduktiv.

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