Die Titelverteidigung – Eine Meinungsumfrage

Ein Novum in der Geschichte des ESC. Der Sieger des Vorjahres soll seinen eben erst gewonnen Titel im kommenden Jahr im Heimatland verteidigen.
So jedenfalls stellen sich das Stefan Raab und Lena Meyer-Landrut für 2011 vor.

Mittlerweile sind davon aber längst nicht mehr alle so begeistert, wie im Siegesrausch Ende Mai. Wie bereits berichtet fühlen sich die Macher von „Unser Star für Oslo“ vor den Kopf gestoßen, da ihr kommerziell sehr erfolgreiches Projekt dieses Jahr folglich aussetzen muss.
Bis September haben die kreativen Köpfe dort nun Zeit sich ein neues Konzept zu überlegen. Schließlich muss kein Künstler mehr gefunden werden, nur noch ein neuer Song.

Lena bleibt währenddessen ihrer Linie treu, sie ist keine verbissene Kämpferin, die unbedingt gewinnen muss. So sagte sie zum Thema ihres erneuten Antretens: „Ich finde es jetzt gar nicht mehr so wichtig, noch mal zu gewinnen.
Wir haben einmal gewonnen, mehr kann man nicht erreichen, wir haben den Contest nach Deutschland geholt
“. Wer hier nun Motivationslosigkeit zu lesen glaubt irrt, denn genau das hatte Lena auch dieses Jahr stets betont. Es gehe nicht darum zu gewinnen. Getan hat sie es dann ja trotzdem 😉

Die Idee Lena noch einmal singen zu lassen, wurde angeblich bereits vor dem Finale für den Fall ihres Sieges geboren, unmittelbar im Anschluss an den Triumph dann öffentlich verkündet.
Seitdem geht die Diskussion darüber, ob das sinnvoll sei.

Deutschland hat viele Jahre den Fehler gemacht den Trend beim ESC hinterherzulaufen und zu lange Änderungen zu verweigern und auf altbewährtes zu setzen. Macht man mit einem erneuten Antreten Lenas nicht denselben Fehler erneut?

Natürlich war Lenas Sieg ein Knaller und eine Sensation, die nach Wiederholung schreit. Aber lässt sich so ein Triumph tatsächlich ein Jahr später, mit genau demselben Konzept wiederholen? Ist bis dahin die Magie von Lena Meyer-Landrut nicht vielleicht verflogen und verpufft?
Kann ihr mädchenhaftes Auftreten wirklich noch einmal ganz Europa so überzeugen?
Man wird es nicht wissen, bevor man es versucht, aber es bleiben doch berechtigte Zweifel daran.

Es ist also zweifelsohne eine hübsche Idee Lena antreten zu lassen um ihren Titel zu verteidigen, eine Chance, die es so auch in nahezu jeder Sportart gibt und wohl nur fair ist.
Aber ob es von Erfolg gekrönt sein wird? Das wird erst das Finale am 14. Mai 2011 zeigen.

Bis dahin fragen wir euch, was ihr von davon haltet.

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~ von escgermany - 19. Juli 2010.

2 Antworten to “Die Titelverteidigung – Eine Meinungsumfrage”

  1. Ein Novum ist das nicht. Gerade in den ersten Jahren des Grand Prix wurde es durchaus versucht, zugegeben damals wenig erfolgreich.
    Mehrfachteilnahmen sind keine Seltenheit (Udo Jürgens, Claudia Ebstein, Wind, Jonny Logan, etc.) Und wie die Beispiele zeigen kann ist es durchaus möglich bei einer erneuten Teilnahme wieder sehr gut oder sogar besser als vorher abzuschneiden. Also keine Sorge, mehr als einmal mitzumachen hat noch nie jemandem ernsthaft
    geschadet. Mal abgesehen davon dass es ja eigentlich ein Komponistenwettbewerb ist und gerade Deutschland ja lange Zeit dafür berüchtigt war immer Ralph Siegel ins Rennen zu schicken.

  2. ein novum wäre diese entscheidung vor dann exakt 54 jahren gewesen, also zu den geburtstunden des esc’s.
    ich mag lena meyer-landrut zwar nicht, habe mich aber dennoch mit der idee anfreunden können. es ist interessant, was dabei herauskommt, und „verlieren“ kann die „anti-meyer-landrut-fraktion“, zu der ich zähle, nun gar nicht mehr.
    das beste ist aber, dass der esc nach deutschland kommt. (=

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