Die Wahl des richtigen Austragungsort – Das Problem mit der Stadt

Einiges für den Eurovision Song Contest 2011 in Deutschland steht bereits fest. Lena tritt wieder an, einige andere Länder haben auch schon heiße Favoriten. Aber eine Frage beschäftigt uns seit dem 29. Mai und hat bis jetzt keine Antwort gefunden.
Wo findet der ESC statt?

Klar, in Deutschland. Aber in welcher Stadt?


Eine Frage, die zumeist relativ schnell beantwortet ist. Oslo stand sozusagen schon am Siegabend von Alexander Rybak fest. Auch 2008 kam es ziemlich überraschend, als sich nach Dima Bilans Sieg auch St. Petersburg zu Wort meldete und den ESC anstelle von Moskau austragen wollte. Diese Diskussion damals war relativ schnell beendet und Moskau der Austragungsort.

Dieses Jahr aber wird diese Frage zu einem richtigen Problem. Doch warum ist die Städtesuche in Deutschland so schwierig?
Zunächst hat Deutschland, im Gegensatz zu vielen anderen Länder, zig Großsstädte, die infrastrukturell in der Lage sind eine solche Veranstaltung mit großem Erfolg auszurichten. Allein im Ruhrgebiet hat man mindestens 5 Städte, so viele hatte Norwegen in seinem ganzen Staatsgebiet nicht zu bieten. Deutschland ist das größte Land Europas und dementsprechend auch aufgestellt. Es gibt viele Alternativen. Und wer die Wahl hat, hat bekanntlich auch die Qual.

Ein weiterer Punkt, dass anders als zum Beispiel in Frankreich, keine Stadt der Bundesrepublik eindeutiges Zentrum des Landes ist. Berlin ist die Hauptstadt, aber das Ruhrgebiet ist dichter besiedelt. In Hamburg sitzt unser EBU-Sender, von dort gibt es jedes Jahr das „German-Vote“. Aufgrund unseres föderalen Aufbaus ist die Infrastruktur gut verteilt und wir kommen zuselben Ergebnis wie oben: Es gibt viele Möglichkeiten, wo man die Veranstaltung austragen lassen kann.

Außerdem macht die Tatsache, dass die Halle Wochen vor der Veranstaltung frei sein muss, eine spontane Entscheidung für einen Austragungsort schwer. Vor allem Berlin und Hamburg sind ausgebucht und haben allerlei Events, die in ihren möglichen Wettbewerbshallen stattfinden sollen. Auch darauf muss man bei der Vergabe des Events geachtet werden.

Aber welche Städte sind denn und die Favoriten? Am häufigsten gefallen sind wohl die Namen Berlin, Hamburg und Hannover.

Hannover selbst dürfte inzwischen aus dem Rennen sein, nachdem Lena sich gegen ihre Heimatstadt ausgesprochen hat und sie deren einziger wirklicher Pluspunkt bei der Vergabe des ESC war.
Somit blieben für mich Hamburg und Berlin als aussichtsreichste Kandidaten.

Für Hamburg spricht, dass es der Sitz des NDR ist. Von hier vergeben wir jedes Jahr unserer Punkt, hier ist die große ESC-Party.
Hamburg hat sich in den letzten Jahren als die Song-Contest-Hauptstadt etabliert und für mich wäre es nur logisch gewesen, wenn man gleich nach dem Sieg gesagt hätte: Hamburg 2011.
Dass dies nicht passiert ist, spricht dann auch schon wieder gegen Hamburg. Wenn es so klar gewesen wäre, hätte man sich sofort für diese Stadt entschieden. Die Entscheidung hätte spontan fallen müssen, aus dem Gefühl heraus, dass Hamburg die deutsche ESC-Stadt ist.

Da dies aber nicht geschehen ist, halte ich persönlich mittlerweile Berlin für den Favoriten für die Austragung des ESC 2011.

Berlin ist nämlich in allererster Linie mal unsere Hauptstadt. Und die Hauptstadt versprüht Glamour, ist immer gut fürs Prestige.
Man kann sich präsentieren und sein internationales Image aufpolieren.
Auch Lena hat sich zuletzt zu Berlin bekannt und gesagt, sie würde gerne in der Hauptstadt ihren Titel verteidigen. Berlins Chancen steigen also mit jedem weiteren Tag 😉

In ein paar Wochen wissen wir aber endlich Bescheid, denn nach den Sommerferien will man sich für einen Ort entscheiden.

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~ von escgermany - 27. Juli 2010.

Eine Antwort to “Die Wahl des richtigen Austragungsort – Das Problem mit der Stadt”

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