Die Chancen der Bewerberstädte um den ESC 2011

Die Chancen der Bewerberstädte um den ESC 2011

Viele große Namen waren im Vorfeld gefallen, doch nur vier deutsche Städte haben rechtzeitig ein Konzept erstellen können, das den Anforderungen des NDR und der EBU genügt.
Hamburg, Berlin, Hannover und Düsseldorf.

Zeit also, die Vor- und Nachteile zu erörtern, die für bzw. gegen die Bewerberstädte sprechen.

NDR-Sprecher Martin Gartzke hat zunächst einmal die Rätsel um die Austragungsorte und vorgesehen Hallen gelüftet. Berlin hat sich nicht, wie zunächst vermutet mit der o2-Halle beworben, sondern mit dem Gelände des ehemaligen Flughafens Temeplhof.

Berlin hat sich mit dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof beworben, Düsseldorf mit seiner Arena, in der Fortuna Düsseldorf spielt. Und Hamburg und Hannover jeweils mit ihren Messehallen

Der Sprecher der Berliner Stadtregierung, Richard Meng, äußerte sich zu der außergewöhnlichen Location für den ESC 2011 wie folgt: „Wir wollten keine 08/15-Bewerbung einreichen, sondern etwas ganz Besondere.

Was aber spricht denn nun für Berlin 2011?

Vorteile

Zunächst einmal ganz klar die Tatsache, dass Berlin die Hauptstadt ist und die ganze Welt auf die Hauptstadt eines Landes zuerst blickt. Zudem ist Berlin eine der großen europäischen Metropolen und somit außerhalb von Deutschland wesentlich bekannter, als seine Mitbewerber um die Ausrichtung des Song Contest.
Ein Musikexperte äußerte sich zu den Vorzügen Berlins wie folgt: „Bei dem Eurovision Song Contest nicht um Bodenständigkeit geht wie in Hannover, nicht ums Geschäft wie in Düsseldorf, nicht um Schönheit und Stil wie in der Hansestadt Hamburg, sondern um Glamour und Schein wie in Berlin.

Berlin verkörpert mehr als die anderen Städte das „lässige“ neue deutsche Image.

Nachteile

Wirkliche Nachteile lassen sich zu unserer Hauptstadt kaum finden. Der einzig nennenswerte wäre, dass der Austragungssender, der NDR, eben nicht hier seinen Sitz hat.

Auch Hamburg, hat sich um den ESC 2011 bemüht.

Vorteile

Eben der Nachteil von Berlin ist wohl Hamburgs größter Pluspunkt. Denn hier und nicht in der Hauptstadt sitzt der NDR.

Auch darum findet jedes Jahr in Hamburg die größte ESC-Party auf der Reeperbahn statt. Keine Stadt hat so viel Enthusiasmus in der Bevölkerung für den Song Contest bewiesen, wie diese Stadt an der Nordsee. Strukturell kann Hamburg es auch bestens mit Berlin aufnehmen.

Nachteile

Und wie auch bei Berlin hat Hamburg nur einen nennenswerten Nachteil: Es ist nicht die Haupstadt Deutschlands.

Die dritte zu überprüfende Bewerberstadt ist Hannover.

Vorteile

Hannover kam überhaupt nur aus einem Grund ins Gespräch und dieser heißt Lena Meyer-Landrut. Denn die Siegerin von 2010, die auch beim Heim-Grandprix erneut antreten wird stammt hierher, Hannover hat diesbezüglich quasi eine Art „Heimvorteil“.
Im Jahr 2000 war Hannover ferner Gastgeber der Expo und damit international eine ebenfalls bekannte Stadt Deutschlands, Gäste aus aller Welt strömten damals in die niedersächsische Hauptstadt.

Nachteile

Auf der anderen Seite hat sich Lena Meyer-Landrut höchstpersönlich gegen ihre Heimatstadr ausgesprochen und damit dem „Heimvorteil“ ausradiert. In Hannover sei einfach zu wenig los. Für die Austragung des ein tödliches Argument.

Die überraschendste Bewerbung kam gestern aus Düsseldorf.

Vorteile

Düsseldorfs Vorzüge liegen darin begründen, dass man im Bezug auf den ESC in diesem Jahr bekannt wurde, als man eine der 10 europäischen Städte war, in denen der berühmte „Flashmob“ Tanz zu Madcons „Glow“ aufgeführt wurde.

Nachteile

Jedoch ist das eher ein kleines „Schmankerl“, denn ein ernsthafter Vorteil. Düsseldorf verfügt nicht über einen wirklich stechenden Vorteil gegenüber den anderen Bewerbern.
Hinzu kommt, dass der Stadtname kontraproduktiv ist. Der Umlaut im Namen dürfte für den Großteil der Ausländer problematisch sein, auch der Namensbestandteil „Dorf“ klingt nicht nach Glamour und Internationalität. „Düsseldorf 2011“ ist marketingtechnisch die schwächste der 4 Varianten.

Resumee

In der Gesamtbetrachtung empfinde ich eine Zweiteilung in den Bewerbungen. Hamburg und Berlin mit großen Ambitionen auf den Zuschlag, Hannover und Düsseldorf eher mit Außenseiterchancen.
In Zahlen ausgedrückt verteilen sich die Wahrscheinlichkeiten wohl in etwa in einer so oder so ähnlichen Größenordnung:

Berlin: 45%
Hamburg: 40%
Hannover: 10%
Düsseldorf: 5%

Die Frage um den richtigen Austragungsort, um die Stadt welche den ESC 2011 austragen wird, bleibt also auch nach Bewerbungsfrist spannend und weitestgehend offen. Wir werden erst im Spätsommer, wenn der NDR in Zusammenarbeit mit ARD und EBU das beste angebotene Gesamtpaket küren will wissen, wohin wir im Mai nächsten Jahres pilgern werden 😉

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~ von escgermany - 22. August 2010.

Eine Antwort to “Die Chancen der Bewerberstädte um den ESC 2011”

  1. unglaublich schlecht recherchiert. Keinerlei nachvollziehbare Kriterien. Wie wär’s denn mal mit Zuschauerkapazitäten, Infrastruktur, Hotels, Entfernungen etc. statt sitzt des veranstaltenden Senders und ganz abenteuerlich Umlaute in einem Namen und dann auch noch „dorf“ oder ob Lena sich für oder gegen einen Ort ausgesprochen hat. LOL

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